Bekommt Bayer Leverkusen mit einem ehemaligen Bayern-Spieler die Kurve? Das ist die Frage, nachdem Xabi Alonso bei der Werkself für Gerardo Seoane ins Traineramt gerückt ist. Nur zwei von zwölf Pflichtspielen hat Bayer (in der Bundesliga Vorletzter) in dieser Saison gewonnen – da griffen nach dem 0:2 in Porto in der Champions League die Mechanismen der Branche.
Sport-Geschäftsführer Simon Rolfes: „Leider sind wir vom Erfolgsweg abgekommen. Das frühe Ausscheiden im DFB-Pokal, insbesondere aber die weit unter unseren Ansprüchen liegende aktuelle Bundesliga-Platzierung haben den Trainerwechsel aus unserer Sicht zwingend notwendig gemacht.“
„Es tut weh und ich bin traurig, denn ich habe hier sehr gerne gearbeitet“, wird Seoane in einer Mitteilung zitiert. „Ich bin stolz darauf, wie wir bis zum Schluss zusammengehalten haben.“
Nun kommt einer, der mit Spaniens Auswahl 2010 Weltmeister und davor sowie danach Europameister wurde: Xabi Alonso, der 40 Jahre alte Baske. Von 2014 bis 2017 stand der ehemalige Weltklasse-Mittelfeldspielers in München unter Vertrag.
„Ein intelligenter Stratege und extrem erfolgreich in gleich drei der anspruchsvollsten europäischen Ligen“, lobte ihn Rolfes. Und der Neue sagte, was Neue in der Regel sagen: „Bayer 04 hatte immer tolle Spieler, auch im jetzigen Kader sehe ich viel Qualität.“ Erfahrung als Trainer hat Xabi nur mit der zweiten Mannschaft von Real Sociedad San Sebastian in Spaniens 3. Liga.